Eternitplatten Asbest


12. November 2020 – Am Dienstag, 10. November 2020 erfolgte vis-à-vis neben dem neuen Kindergarten in St. Georgen in der Angergasse der Abriss einer alten Scheune, der einige besorgniserregende Fragen aufwirft. Da die Scheune nach Auskunft von unmittelbaren Anrainern in den Jahren 1986/87 erbaut wurde und als Dacheindeckung Eternitplatten verwendet wurden, steht eine mögliche Gefährdung der Nachbarschaft – darunter auch etliche Kindergartenkinder – durch Asbeststaub im Raum.

„Unmittelbar nach Beginn der Abrissarbeiten am 10. November, um ca. 09:30 Uhr, an der Scheune in der Angergasse in St. Georgen, hat uns unser Ersatzgemeinderat, Matthias Hahnekamp, davon in Kenntnis gesetzt, dass hier eine mögliche Gefährdung durch Asbeststaub vorliegen könnte und er sich massive Sorgen um die Gesundheit der umliegenden Anrainer und hier vor allem der Kinder im hiesigen Kindergarten macht“, weist der geschäftsführende Stadtparteiobmann, Thomas Schnöller, gleich zu Beginn hin.

„Folgende Recherchearbeiten ergaben, dass seine Sorgen sicherlich nicht unbegründet sind. Laut Expertise vom Umweltdienst Burgenland (UDB) wurden die an der Scheune befindlichen Eternitplatten mit hoher Wahrscheinlichkeit mithilfe von Asbestfasern hergestellt. Bekanntlich wurde das Asbestverbot in Österreich im Jahre 1990 erlassen. Diese Eternitplatten hätten somit händisch abmontiert und womöglich staubfrei und ohne Bruch in einen Container gelegt werden müssen. Beides hat nachweislich nicht stattgefunden, da es sich um einen Brutalabriss mittels Bagger gehandelt hat.“, führt Schnöller weiter aus.

Die Freiheitlichen kritisieren das Nichteinschreiten des Magistrats und fordern eine Erklärung durch den Bürgermeister

Absolutes Unverständnis haben die Freiheitlichen für das Verhalten der Verantwortlichen im Magistrat der Landeshauptstadt. Sage und schreibe siebenmal wurde versucht, telefonisch Hilfe anzufordern, um diesen fragwürdigen Abriss zu stoppen. Weder der verantwortliche Baudirektor noch die Magistratsdirektion waren erreichbar. Ein mögliches Behördenversagen steht im Raum.

„Bürgermeister Thomas Steiner hat sein selbstgeschaffenes Bürokratiemonster nicht mehr unter Kontrolle. Vielleicht muss man zuerst auch ein Formular ausfüllen und dieses einreichen, damit jemand der Verantwortungsträger aus dem Dämmerschlaf gerissen wird und bei Gefahr in Verzug reagiert. Eine unverantwortliche Sauerei!“, empört sich der Blaue.

Die Freiheitlichen abschließend: „Wir fordern eine lückenlose Aufklärung dieser Vorfälle. Auch wurden Proben sichergestellt, die jetzt an ein unabhängiges Labor geschickt werden. Sollte sich der Asbestverdacht endgültig bestätigen, sind Konsequenzen für die handelnden Personen fällig. Speziell bei der Gesundheit von Kindern hört sich jeglicher Spaß auf.“