Rettungsring

6. Mai 2020 – Gießkanne. So lautet das Prinzip des heute von ÖVP und SPÖ in Eisenstadt präsentierten „Hilfspakets“ in der Corona-Krise. 300.000 Euro ist es schwer, profitieren sollen Gewerbetreibende, Tourismus, Gastronomie, Winzer und Direktvermarkter. Die FPÖ reagiert skeptisch.

DI Mag. Thomas Schnöller, geschäftsführender Stadtparteiobmann der FPÖ, zerreißt das Paket zwar nicht in der Luft, hält jedoch fest: „Ja, eh lieb gemeint und es wird schon den einen oder anderen Effekt haben. Aber mit ein paar 10-Euro-Gutscheinen und größeren und abgabenfreien Schanigärten alleine wird es nicht getan sein.“

Schnöller verweist insbesondere auf die prekäre Lage der Beherbergungsbetriebe in der Landeshauptstadt: „Der Diskussion, wer oder was ein Leitbetrieb ist, wird sich der Bürgermeister stellen müssen. Unsere Hotels gehören aber sicherlich dazu.“

„Es steht in den Sternen, ob das alle Hotels überleben werden. Zumindest werden sie sehr lange brauchen, bis sie ihre Zahlen wieder halbwegs herzeigen können. Da wird es großen Einsatz der Stadt und mitunter auch des Landes brauchen. Gutscheine werden da nicht reichen“, so der Freiheitliche.

Die FPÖ unterstreichen die Bedeutung der Beherbergungsbetriebe: „Tagestouristen retten weder die Arbeitsplätze in den Hotels, noch retten sie den örtlichen Bäcker, der die Semmeln fürs Frühstück liefert. Da hängt ja unheimlich viel dran, nicht zuletzt die Wirtschaft in der Innenstadt.“

Was Förderungen für Unternehmer betrifft, spricht der geschäftsführende Stadtparteiobmann übrigens eine Warnung aus: „Wenn ich die Schanigarten-Gebühr erlasse, ist das eine Förderung. Wer gleichzeitig Förderungen vom Bund kassiert, riskiert eine Betrugsanzeige. Das ist den Richtlinien der Kurz-ÖVP zu verdanken.“