Rosental

- Bau einer riesigen Wohnanlage ruft die Freiheitlichen auf den Plan
- FPÖ sieht Schulwegsicherheit gefährdet und fordert Konzept
- Dem hemmungslosen Immobilientreiben muss Einhalt geboten werden

22. Mai 2020 – Das unkontrollierte Zupflastern der Landeshauptstadt geht in die nächste Runde. Zwischen der neuen Mittelschule und dem Freibad soll neben dem Schlosspark eine dreigeschoßige Wohnanlage mit sage und schreibe 42 Eigentumswohnungen, in Größen von 53 bis 100 m², entstehen. Die Freiheitliche in der Landeshauptstadt zeigen sich fassungslos.

Das langjährige Verscherbeln von Familiensilber rächt sich 

„Mit dem Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks zwischen der NMS-Rosental und dem Freibad hat Steiner dem Bauwahnsinn wieder einmal den türkisen Teppich ausgerollt. Wir haben über die Jahre vielfach kritisiert und tun es immer noch, dass die ÖVP das Familiensilber der Bürger verscherbelt, um Budgetlöcher zu stopfen. Sprichwörtlich den Scherben auf, haben jetzt wieder einmal in bester ÖVP-Tradition, die betroffenen Anrainer.“, eröffnet der geschäftsführende Stadtparteiobmann, DI Mag. Thomas Schnöller, verärgert.  

Schnöller weiter: „Man kann natürlich jetzt wieder über die wirtschaftlichen Vorteile sinnieren, aber die Opportunitätskosten einer dreigeschoßigen Wohnanlage mit 42 Eigentumswohnungen hinsichtlich der Lebensqualität in der näheren Umgebung sind gewaltig. Von einem Verkehrskonzept, welches die Schulwegsicherheit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet, brauchen wir schon gar nicht sprechen. Das Credo der ÖVP-Eisenstadt: ‘Schau ma mal was passiert!‘, ist hier fehl am Platze. Wir fordern ein sofortiges Konzept für die Sicherheit der Schulkinder.“

Steiner-ÖVP im Dunstkreis von umtriebigen und undurchsichtigen Immobiliengesellschaften

„Apropos wirtschaftliche Vorteile! Es ist schon interessant, dass sich die Steiner-ÖVP im Dunstkreis von umtriebigen und undurchsichtigen Immobiliengesellschaften offensichtlich sehr wohl fühlt. Gerade was die Immobilienentwicklung in Gemeinden betrifft, kann die Politik einiges bewirken, wenn Mut und Wille vorhanden sind. Beim Herrn Steiner ist dieser Zug leider schon abgefahren.“, zeigt sich Schnöller pessimistisch.

Der Freiheitliche abschließend: „Blumenwiesen und Stadtbäume sind ja liebe Themen und gut zu verkaufen, wenn man auf der anderen Seite dem Immobilientreiben nicht tatenlos zusehen würde. Diese Doppelzüngigkeit in Richtung Bürgerinnen und Bürger ist eine bodenlose Frechheit und an Überheblichkeit nicht mehr zu überbieten. Dieser Größenwahn muss endlich ein Ende finden.“